AGB

Allgemeine Reisebedingungen für Ihren Reiterurlaub

Bitte beachten Sie folgende Reisebedingungen, die Sie mit Ihrer Buchung anerkennen:

1. Abschluss des Reisevertrages
1.1 Mit der Anmeldung bietet der Kunde dem Reiseveranstalter den Abschluss eines Reisevertrages zu den im Prospekt/Katalog angegebenen Bedingungen und Preisen verbindlich an. Die Anmeldung ist an keine bestimmte Form gebunden. Sie erfolgt durch den Anmelder auch für alle in der Anmeldung mit aufgeführten Teilnehmer, für deren Vertragsverpflichtung der Anmelder wie für seine eigenen Verpflichtungen einsteht, sofern er eine entsprechende gesonderte Verpflichtung durch ausdrückliche und gesonderte Erklärung übernommen hat.
1.2 Der Reisevertrag kommt mit der Annahme durch den Reiseveranstalter zustande. Die Annahme bedarf grundsätzlich keiner bestimmten Form. Nach oder bei Vertrags-abschluss erhält der Kunde vom Reiseveranstalter eine schriftliche Reisebestätigung. Weicht die Reisebestätigung von der Reiseanmeldung des Reisenden ab, so liegt darin ein neues Angebot, an das der Reiseveranstalter für 10 Tage gebunden ist. Der Reisende kann dieses Angebot innerhalb der zehntägigen Frist annehmen. Als Annahme reicht die Zahlung in Anrechnung auf den ausgewiesenen Rechnungsbetrag aus.
1.3 Vom Prospekt/Katalog abweichende oder zusätzliche Vereinbarungen und Zusicherungen bedürfen zu ihrer Wirksamkeit auf jeden Fall der ausdrücklichen schriftlichen Bestätigung durch den Reiseveranstalter. Die in- und ausländischen Vermittler des Veranstalters sind nicht berechtigt, abweichende Vereinbarungen oder Zusicherungen zu machen.
2. Zahlung des Reisepreises
2.1 Sämtliche auf den Reisepreis geleisteten Zahlungen sind gem.§ 651 k BGB insolvenzgesichert.
2.2 Nach Abschluss des Reisevertrages und Zugang des gem. § 651 k BGB vorgeschriebenen Sicherungsscheins ist eine Anzahlung von 20% des Reisepreises aller angemeldeten Personen sowie die Prämie für gewünschte Reiseversicherungen sofort fällig. Der Restbetrag ist spätestens 4 Wochen vor Reisebeginn – ohne nochmalige Zahlungsaufforderung – an den Veranstalter zahlbar. Bei Reiseanmeldung weniger als 4 Wochen vor Reisebeginn ist der gesamte Reisepreis nach Zugang der Reisebestätigung und des Sicherungsscheins sofort fällig und bis spätestens zum in der Reisebestätigung angegebenen Tag als eingezahlt oder vom eigenen Konto abgebucht nachzuweisen. Die Reiseunterlagen werden nach vollständigem Zahlungsausgleich zugeschickt.
2.3 Bei Nichtzahlung innerhalb der vorstehend genannten Fristen ist der Veranstalter berechtigt, ohne nochmalige Androhung vom Reisevertrag zurückzutreten und Schadenersatz zu verlangen.
2.4 Erfolgt die Anmeldung weniger als zwei Wochen vor Reisebeginn oder wird der Rechnungsbetrag oder werden Teile davon aus dem Ausland überwiesen, ist der Veranstalter berechtigt, den zusätzlichen Aufwand (wie Kosten des Expressversands sowie Auslandsüberweisungs-spesen) in Höhe von bis zu Euro 35,00 pro Buchung in Rechnung zu stellen.
3. Preise und Leistungen
3.1 Sämtliche im Prospekt/Katalog ausgewiesenen Preise gelten in Euro pro Person für die beschriebene Zeiteinheit innerhalb der Laufzeit des Prospekts/Katalogs. Diese endet mit Erscheinen des Folgeprospekts/-katalogs. Die in dem Prospekt enthaltenen Angaben sind für uns verbindlich. Wir behalten uns jedoch ausdrücklich vor, aus sachlich berechtigten, erheblichen und nicht vorhersehbaren Gründen vor Vertragsabschluss eine Änderung der Prospektangaben vorzunehmen, über die Sie vor der Buchung selbstverständlich informiert werden.
3.2 Für den Umfang der Leistungen sind ausschließlich die Angaben unter „Leistungen“ der jeweiligen Reise im Prospekt/Katalog sowie in der darauf verweisenden Reisebestätigung verbindlich, soweit sie Grundlage des Reisevertrags geworden sind. Sonstiges wie z.B. als zusätzliche Freizeitmöglichkeiten benannte weitere möglichen Aktivitäten verursachen regelmäßig weitere Kosten, die nicht im Reisepreis enthalten und vor Ort an den jeweiligen Leistungserbringer zu zahlen sind. Für diese Leistungen steht der Veranstalter nicht ein.
3.3 Ist der Reisepreis altersabhängig, ist das Alter bei planmäßigem Reisebeginn maßgebend.
3.4 Der Veranstalter ist nicht verpflichtet, eine eigene Reiseleitung während der Anreise oder vor Ort zu gewährleisten.

4. Leistungs- und Preisänderungen nach Vertragsabschluss
4.1 Änderungen einzelner Reiseleistungen vom vertraglich vereinbarten Inhalt des Reisevertrags, die nach Vertragsabschluss notwendig werden und vom Veranstalter nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind zulässig, soweit sie dem Reisenden zumutbar sind.
4.2 Der Reiseveranstalter behält sich vor, die in der Reisebestätigung genannten Preise im Falle der Erhöhung der Beförderungskosten oder der Abgaben für bestimmte Leistungen, wie Hafen- oder Flughafengebühren, oder einer Änderung der für die betreffende Reise geltenden Wechselkurse in dem Umfang zu ändern, wie sich deren Erhöhung pro Person auf den Reisepreis auswirkt, sofern zwischen Vertragsschluss und dem vereinbarten Reiseter-min mehr als 4 Monate liegen. Preiserhöhungen sind ab dem 20. Tag vor Reisebeginn nicht zulässig.
4.3 Im Falle einer nachträglichen Erhöhung des Reisepreises oder einer Änderung einer wesentlichen Reiseleistung hat der Reiseveranstalter den Reisenden unverzüglich davon in Kenntnis zu setzen. Im Falle einer Erhöhung des Reisepreises um mehr als 5% oder einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung kann der Reisende kostenlos vom Vertrag zurücktreten oder vom Veranstalter die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen anderen Reise verlangen, wenn dieser in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten. Der Reisende hat diese Rechte unverzüglich nach der Erklärung durch den Reiseveranstalter diesem gegenüber geltend zu machen.
5. Rücktritt des Reisenden, Umbuchung, Ersatzpersonen
5.1 Vor Reisebeginn kann der Kunde jederzeit von der Reise zurücktreten. Der Rücktritt ist nicht an eine bestimmte Form gebunden, sollte aus Gründen der Beweissiche-rung jedoch schriftlich erklärt werden. Im Falle des Rücktritts oder des Nichtantretens einer Reise aus Gründen (mit Ausnahme von unter Ziffer 8 geregelten Fällen Höherer Gewalt), die von dem Veranstalter nicht zu vertreten sind, hat der Veranstalter Anspruch auf Ersatz einer angemessenen Entschädigung gem. § 651 i Abs. 2 S. 2 BGB, die sich nach dem Reisepreis unter Abzug ersparter Aufwendungen und anderweitiger Erwerbsmöglichkeiten richtet. Der Veranstalter ist berechtigt, die angemessene Entschädigung gem. § 651 i Abs. 3 BGB wie folgt zu pauschalieren:
– bis 70 Tage vor Reisebeginn: 20% des Reisepreises
– ab 69. bis 41. Tag vor Reisebeginn: 30% des Reisepreises
– ab 40. bis 31. Tag vor Reisebeginn: 40% des Reisepreises
– ab 30. bis 20. Tag vor Reisebeginn: 50% des Reisepreises
– ab 19. bis 10. Tag vor Reisebeginn: 65% des Reisepreises
– ab 09. bis 04. Tag vor Reisebeginn: 85% des Reisepreises
– ab 03. Tag vor Reisebeginn u. bei Nichtantritt: 90% des
Reisepreises
Für Amerika, Asien und Afrika
– bis 60 Tage vor Reisebeginn: 25% des Reisepreises
– ab 59. bis 45. Tag vor Reisebeginn: 50% des Reiseprei-ses
– ab 44. Tag und bei Nichtantritt: 90% des Reisepreises
Der Nachweis eines niedrigeren oder nicht eingetretenen Schadens bleibt dem Reisenden unbenommen.
5.2 Bis zum 70. Tag vor Reisebeginn beträgt die Umbuchungsgebühr bei demselben Reiseziel Euro 30,-, bei einem anderen Reiseziel Euro 60,- pro Person. Eine Umbuchung ab dem 69. Tag vor Reisebeginn berechnen wir Ihnen in der Regel wie einen Rücktritt mit nachfolgender Neuanmeldung.
5.3 Bei Charter- und bei Linienflügen richten sich die Stornokosten für Flüge nach dem jeweils gebuchten Tarif, der dem Reisenden vor Buchung vorliegt.

5.4 Bis zum Reisebeginn kann der Reisende verlangen, dass ein Dritter in seine Rechte und Pflichten aus dem Reisevertrag eintritt. Es bedarf dazu der Mitteilung an den Veranstalter. Dieser kann dem Wechsel in der Person widersprechen, wenn die Ersatzperson den besonderen Reiseerfordernissen nicht genügt, insbesondere nicht über die erforderliche Reitausbildung oder Reiterfahrung verfügt, oder gesetzliche Vorschriften oder behördliche Anordnungen entgegenstehen. Tritt eine Ersatzperson an die Stelle des angemeldeten Teilnehmers, ist der Veranstalter berechtigt, für die ihm durch die Teilnahme der Ersatzperson entstehenden Kosten Euro 30,- zu verlangen. Der Nachweis nicht entstandener oder wesentlich niedrigerer Kosten bleibt dem Kunden unbenommen.
5.5 Für den Reisepreis und die durch den Eintritt der

Ersatzperson entstehenden Mehrkosten haften der angemeldete Teilnehmer und die Ersatzperson als Gesamtschuldner.
5.6 Rücktritts- und Umbuchungsgebühren sind sofort zur Zahlung fällig. Der Abschluss einer diese Risiken absichernden Reiseversicherung wird dringend empfohlen (siehe Infoseiten des Prospekts/Katalogs/Preisteil bzw. Anmeldeformular).
6. Rücktritt und Kündigung der Reise durch den Reiseveranstalter
6.1 Der Veranstalter kann den Reisevertrag ohne Einhaltung einer Frist kündigen, wenn die Durchführung der Reise trotz einer entsprechenden Abmahnung durch den Veranstalter vom Reisenden nachhaltig gestört wird. Das gleiche gilt, wenn sich jemand in starkem Maß vertragswidrig verhält oder der Reisende falsche Angaben gemacht hat (z.B. über sein Gewicht oder seine Reitausbildung bzw. -erfahrung), so dass seine weitere Teilnahme an der Reise dem Reiseveranstalter und/oder anderen Reiseteilnehmern nicht mehr zumutbar ist. Der Veranstalter behält jedoch den Anspruch auf den Reisepreis. Evtl. Mehrkosten für die Rückbeförderung trägt der Störer selbst. Der Veranstalter muss sich jedoch den Wert ersparter Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die aus einer anderen Verwendung nicht in Anspruch genommener Leistungen erlangt werden einschließlich evtl. Erstattungen durch Leistungsträger.
6.2 Der Veranstalter kann bis 4 Wochen vor Reiseantritt von der Reise zurücktreten bei Nichterreichen einer im Prospekt/Katalog oder in der Reisebestätigung angegebenen Mindestteilnehmerzahl. Der Veranstalter informiert den Kunden selbstverständlich, sofern zu einem früheren Zeitpunkt ersichtlich wird, dass die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden kann. Der Kunde erhält den gezahlten Reisepreis umgehend zurück.
6.3 Der Veranstalter kann bis 4 Wochen vor Reiseantritt von der Reise zurücktreten, wenn die Durchführung der Reise nach Ausschöpfung aller Möglichkeiten für den Veranstalter deshalb nicht zumutbar ist, weil die ihm im Falle der Durchführung entstehenden Kosten eine Überschreitung der wirtschaftlichen Opfergrenze, bezogen auf diese Reise, bedeuten würden. Ein Rücktrittsrecht des Veranstalters besteht jedoch nicht, wenn er die dazu führenden Umstände zu vertreten hat (z.B. Kalkulationsfehler) oder wenn er diese Umstände nicht nachweisen kann. Die Rücktrittserklärung wird dem Reisenden unverzüglich zugeleitet.
6.4 Im Fall des Rücktritts des Veranstalters nach Ziffer 6.2 und 6.3 ist der Reisende berechtigt, die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen anderen Reise zu verlangen, wenn der Veranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten. Der Reisende hat dieses Recht unverzüglich nach der Rücktrittserklärung des Veranstalters diesem gegenüber geltend zu machen. Sofern der Reisende von seinem Recht auf Teilnahme an einer gleichwertigen Reise keinen Gebrauch macht, erhält er den eingezahlten Reisepreis unverzüglich zurück.

7. Ausschluss von der Teilnahme am Reitunterricht oder an Ausritten
Die Entscheidung über die Teilnahme am Unterricht oder an Ausritten/Wanderritten liegt im pflichtgemässen Ermessen des zuständigen Reitlehrers bzw. des Reitführers. Dieser kann eine Teilnahme ablehnen, wenn der Reisende bei der Anmeldung hinsichtlich seiner reiterlichen Fähigkeiten sowie hinsichtlich seines Gewichts unrichtige Angaben gemacht hat bzw. seine Fähigkeiten nicht dem geforderten Können entsprechen. Das gleiche gilt dann, wenn die allgemeine gesundheitliche und körperliche Verfassung nach pflichtgemäßer Erkenntnis des Reitlehrers bzw. Reitführers eine Teilnahme des Reisenden unmöglich oder ihm oder den Mitreisenden unzumutbar machen. In diesem Falle stehen dem Reisenden keine Ansprüche gegen den Reiseveranstalter zu. Der Veranstalter behält den Anspruch auf den Reisepreis. Er muss sich jedoch den Wert ersparter Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die aus einer anderen Verwendung nicht in Anspruch genommener Leistungen erlangt werden einschließlich evtl. Erstattungen durch Leistungsträger.
8. Außergewöhnliche Umstände – Höhere Gewalt
8.1 Wird die Reise infolge bei Vertragsabschluss nicht vorhersehbarer Höherer Gewalt (z.B. durch Krieg, innere Unruhen, Naturkatastrophen etc.) erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt, können sowohl der Reisende als auch der Veranstalter den Reisevertrag kündigen. Der Veranstalter zahlt den eingezahlten Reisepreis unverzüglich zurück, kann jedoch für die erbrachten oder zur Beendigung der Reise noch zu erbringenden Reiseleistungen eine angemessene Entschädigung verlangen. Im Fall der Kündigung durch den Veranstalter stehen dem Reisenden außerdem die in Ziffer 6.4 beschriebenen weiteren Rechte zu.
8.2 Erfolgt die Kündigung nach Antritt der Reise, ist der Veranstalter verpflichtet, die notwendigen Maßnahmen zu treffen, insbesondere den Reisenden, falls das vertraglich vereinbart ist, zurückzubefördern. Die Mehrkosten für die Rückbeförderung tragen die Parteien zur Hälfte, die übrigen Mehrkosten hat der Reisende zu tragen.
8.3 Reisehinweise des Auswärtigen Amtes sind zu erhalten im Internet unter „www.auswaertiges-amt.de“ oder unter der Telefonnummer: (030) 5000-2000.
9. Gewährleistung bzw. Haftung des Reiseveranstalters
9.1 Der Reiseveranstalter steht im Rahmen der Sorgfaltspflicht eines ordentlichen Kaufmanns ein
9.1.1 für die gewissenhafte Reisevorbereitung,
9.1.2 die sorgfältige Auswahl und Überwachung der Leistungsträger,
9.1.3 die ordnungsgemäße Erbringung der vertraglich vereinbarten Reiseleistungen,
9.1.4 ein Verschulden der mit der Leistungserbringung betrauten Personen sowie
9.1.5 die Richtigkeit der Beschreibung aller in den Leistungsbeschreibungen angegebenen Reisedienstlei-stungen, sofern der Veranstalter nicht gemäß Ziffer 3.1 vor Vertragsschluss eine Änderung der Leistungsbeschreibungen erklärt hat. Der Veranstalter haftet jedoch nicht für Angaben in Hotel-, Orts-, Schiffs- oder sonstigen Prospekten Dritter.
9.2 Dem Reisenden stehen die Rechte aus dem Reisevertragsgesetz zu, die zum besseren Verständnis mit eigenen Worten in verkürzter Fassung wiedergegeben werden:
9.2.1 Wird eine Reiseleistung nicht oder nicht vertragsgemäß erbracht, kann der Reisende innerhalb angemessener Zeit Abhilfe verlangen. Der Veranstalter kann auch in der Weise Abhilfe schaffen, dass er eine gleich- oder höherwertige Ersatzleistung erbringt. Der Veranstalter kann die Abhilfe verweigern, wenn sie einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordert.
9.2.2 Der Reisende kann nach Rückkehr von der Reise eine Herabsetzung des Reisepreises verlangen, falls Reiseleistungen nicht vertragsgemäß erbracht worden sind und er es nicht schuldhaft unterlässt, den Mangel anzuzeigen.
9.2.3 Wird eine Reise infolge eines Mangels erheblich beeinträchtigt und leistet der Veranstalter innerhalb einer angemessenen Frist keine Abhilfe, kann der Reisende im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen den Reisevertrag – in seinem eigenen Interesse und aus Beweissicherungs-gründen wird Schriftform empfohlen – kündigen. Dasselbe gilt, wenn dem Reisenden die Reise infolge eines Mangels aus wichtigem, dem Veranstalter erkennbarem Grund nicht zuzumuten ist. Der Bestimmung einer Frist für die Abhilfe bedarf es nur dann nicht, wenn Abhilfe unmöglich ist oder von dem Veranstalter verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung des Vertrages durch ein besonderes Interesse des Reisenden gerechtfertigt ist. Wird der Vertrag danach aufgehoben, behält der Reisende den Anspruch auf Rückführung. Er schuldet dem Veranstalter den auf die in Anspruch genommenen Leistungen entfallenden Teil des Reisepreises, sofern diese Leistungen für ihn von Interesse waren.
9.2.4 Bei Vorliegen eines Mangels kann der Reisende unbeschadet der Herabsetzung des Reisepreises (Minderung) oder der Kündigung Schadenersatz verlangen, es sei denn, der Mangel der Reise beruht auf einem Umstand, den der Veranstalter nicht zu vertreten hat. Er kann Schadenersatz auch wegen nutzlos aufgewandter Urlaubszeit verlangen, wenn die Reise vereitelt oder erheblich beeinträchtigt worden ist.
9.2.5 Die vertragliche Haftung des Veranstalters auf Schadenersatz für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist insgesamt auf die Höhe des dreifachen Reisepreises beschränkt, soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig durch den Veranstalter herbeigeführt worden ist. Die Beschränkung der Haftung auf den dreifachen Reisepreis gilt auch, soweit der Veranstalter für einen dem Reisenden entstehenden Schaden allein wegen Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.
9.2.6 Für alle gegen den Veranstalter gerichteten Schadenersatzansprüche aus unerlaubter Handlung, die nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, haftet der Veranstalter bei Sachschäden bis Euro 4.100,-. Übersteigt der dreifache Reisepreis diese Summe, ist die Haftung für Sachschäden auf die Höhe des dreifachen Reisepreises beschränkt. Diese Haftungshöchstsummen gelten jeweils je Reisenden und Reise.
9.2.7 Der Veranstalter haftet nicht für Leistungsstörungen im Bereich von Fremdleistungen, die lediglich vermittelt werden, in der Reiseausschreibung ausdrücklich als solche gekennzeichnet werden und bei denen der Veranstalter auch sonst nicht den Anschein erweckt, Veranstalter zu sein. Der Veranstalter haftet jedoch, wenn und soweit für den entstandenen Schaden die Verletzung einer den Veranstalter obliegenden Hinweis-, Aufklärungs- oder Organisationspflicht ursächlich geworden ist.
9.2.8 Die Beteiligung an Reitveranstaltungen wie auch an sonstigen Sport- und Ferienaktivitäten muss der Reisende selbst verantworten. Der Veranstalter weist nachdrücklich darauf hin, dass Reiten eine nicht ungefährliche Sportart ist, deren Risiko in erster Linie vom Können des Reiters selbst abhängt, aber auch u.a. von den tiertypischen Reaktionen des Pferdes und durch die dem Reiter fehlende Ortskenntnis. Für Unfälle, die beim Reiten, sonstigen Sportveranstaltungen und anderen Ferienaktivitäten auftreten, haftet der Veranstalter nur, wenn ihn oder seine Leistungserbringer ein Verschulden trifft. Der Veranstalter empfiehlt daher ausdrücklich den Abschluss einer Unfall-Versicherung. – Witterungsbedingte Änderungen des Reitprogramms, die der Sicherheit von Reitern und Pferden dienen, stellen keinen Reklamationsgrund dar.
9.3 Gelten für eine von einem Leistungsträger zu erbringende Reiseleistung internationale Übereinkommen oder auf solchen beruhende gesetzliche Vorschriften, nach denen ein Anspruch auf Schadenersatz nur unter bestimmten Voraussetzungen oder Beschränkungen entsteht oder geltend gemacht werden kann oder unter bestimmten Voraussetzungen ausgeschlossen ist, so kann der Veranstalter sich hierauf berufen.
9.4 Jeder Reisende ist verpflichtet, bei Leistungsstörungen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen daran mitzuwirken, evtl. Schäden zu vermeiden oder gering zu halten.
9.5 Sollte der Reisende wider Erwarten Grund zur Beanstandung haben, ist an Ort und Stelle unverzüglich Abhilfe zu verlangen. Ist die Reiseleitung nicht erreichbar, wendet er sich zu diesem Zweck an den Leistungsträger (z.B. Hotelier, Betreiber des Reiterhofs) und an den Veranstalter (per Email info@urlaubspferd.de, Telefax (+49)06151/893891 oder telefonisch (+49)06151/ 895638 – ausserhalb der Bürozeiten Anrufbeantworter).
9.6 Unterlässt es ein Reisender schuldhaft, dem Veran-stalter einen Mangel anzuzeigen, stehen ihm Ansprüche nicht zu.
9.7 Örtliche Leistungsträger oder Reisevermittler sind nicht befugt, Ansprüche des Reisenden mit Wirkung gegenüber dem Reiseveranstalter anzuerkennen.
10. Ausschluss von Ansprüchen, Verjährung und Abtretung
10.1 Sämtliche in Betracht kommenden vertraglichen Ansprüche sind innerhalb eines Monats nach vertraglich vorgesehener Beendigung der Reise bei uns unter der unten stehenden Anschrift geltend zu machen. Dies sollte in Ihrem Interesse schriftlich geschehen. Innerhalb eines Monats nach der vertraglich vorgesehenen Beendigung der Reise sind bei uns ebenfalls sämtliche in Betracht kommenden ausservertraglichen Ansprüche geltend zu machen oder aber zumindest muss uns gegenüber eine Mitteilung über den diesen Ansprüchen zugrunde liegenden Sachverhalt erfolgen, es sei denn, wir haben bereits anderweitig innerhalb der Frist von diesen Tatsachen Kenntnis erlangt. Nach Fristablauf kann der Reisende Ansprüche nur noch geltend machen, wenn er ohne Verschulden gehindert war, die Frist einzuhalten.
10.2 Ansprüche des Reisenden verjähren, sofern sie aus dem Reisevertragsrecht resultieren, in einem Jahr; hiervon ausgenommen sind die in § 309 Nr.7 lit. a und b BGB aufgeführten Schadensersatzansprüche. Die Verjährung be-ginnt mit dem Tag, an dem die Reise dem Vertrag nach enden sollte. Schweben zwischen dem Reisenden und dem Reiseveranstalter Verhandlungen über den Anspruch oder die den Anspruch begründenden Umstände, so ist die Verjährung gehemmt, bis der Reisende oder der Reiseveranstalter die Fortsetzung der Verhandlungen verweigert. Die Verjährung tritt frühestens 3 Monate nach dem Ende der Hemmung ein. Ansprüche aus unerlaubter Handlung verjähren in 3 Jahren.
10.3 Die Abtretung von Ansprüchen gegen den Veranstalter ist ausgeschlossen. Dies gilt nicht unter Familienangehörigen.
11. Pass-, Visa-, Zoll-, Devisen und Gesundheitsvorschriften
11.1 Der Veranstalter steht dafür ein, deutsche Staatsangehörige über Bestimmungen von Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften sowie deren eventuelle Änderungen vor Reiseantritt zu unterrichten. Für Angehörige anderer Staaten gibt etwa das zuständige Konsulat Auskunft.
11.2 Der Veranstalter haftet nicht für die rechtzeitige Erteilung und den Zugang notwendiger Visa durch die jeweilige diplomatische Vertretung, wenn der Reisende ihn mit der Besorgung beauftragt hat, es sei denn, dass die Verzögerung von dem Veranstalter zu vertreten ist. Zur Erlangung von Visa etc. bei den zuständigen Stellen ist mit einem ungefähren Zeitraum von etwa 8 Wochen zu rechnen.
11.3 Der Reisende ist für die Einhaltung aller für die Durchführung der Reise wichtigen Vorschriften selbst verantwortlich. Alle Nachteile, insbesondere die Zahlung von Rücktrittskosten, die aus der Nichtbefolgung dieser Vorschriften erwachsen, gehen zu seinen Lasten, ausgenommen wenn sie durch eine schuldhafte Falsch- oder Nichtinformation des Veranstalters bedingt sind.
11.4 Der Reisende muss sich anhand des Pros-pekts/Katalogs oder durch Rückfrage beim Reisever-anstalter selbst informieren, ob für seine Reise ein Reisepass erforderlich ist oder der Personalausweis genügt. Er ist auch selbst dafür verantwortlich, dass sein Reisepass oder Personalausweis für die Reise eine ausreichende Gültigkeit besitzt.
11.5 Zoll- und Devisenvorschriften werden in verschiedenen Ländern sehr streng gehandhabt. Der Reisende hat sich über die jeweils geltenden Vorschriften zu informieren und diese im eigenen Interesse unbedingt zu befolgen.
11.6 Von verschiedenen Staaten werden bestimmte Impfzeugnisse verlangt, die nicht jünger als 8 Tage und nicht älter als 3 Jahre (Pocken) bzw. 10 Jahre (Gelbfieber) sein dürfen. Derartige Impfzeugnisse sind auch deutschen Behörden vorzuweisen, sofern Reisende aus bestimmten Ländern (z.B. Afrika, Vorderer Orient) zurückkehren. In Zweifelsfällen stehen der Reiseveranstalter oder das nächstgelegene Tropeninstitut für weitere Auskünfte zur Verfügung.
11.7 Will der Reisende sein eigenes Pferd mit an den Urlaubsort nehmen, so ist er für die Einhaltung der hierfür maßgeblichen Zoll- und Veterinärvorschriften selbst verantwortlich.
12. Datenschutz
Die personenbezogenen Daten des Reisenden werden elektronisch verarbeitet und genutzt, soweit sie zur Vertragsdurchführung erforderlich sind. Der Veranstalter möchte den Reisenden darüber hinaus auch zukünftig schriftlich über aktuelle Angebote informieren, soweit nicht für ihn erkennbar ist, dass dieser das nicht wünscht. Der Reisende erklärt sich ausdrücklich damit einverstanden, derartige Angebote zu erhalten. Wenn der Reisende die Zusendung von Informationen nicht wünscht, genügt eine kurze Mitteilung an den Veranstalter unter der dem Kunden bekannten Anschrift.
13. Gerichtsstand
Gerichtsstand für Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist, soweit dies gesetzlich zulässig ist und vereinbart werden kann, der Sitz des Veranstalters.
14. Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen
Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des Reisevertrages hat nicht die Unwirksamkeit des gesamten Reisevertrages zur Folge. Das gleiche gilt für die vorliegenden Reisebedingungen.
15. Hinweis auf die Seiten „Informationen“ im Katalog
Ergänzend wird verwiesen auf die im Katalog ausgewiesenen Seiten „Informationen“, denen weitere für die Reise wichtige Infos zu entnehmen sind, die als Bestandteil dieser Reisebedingungen zu verstehen sind.
DAS URLAUBSPFERD Internationale Reiter-Reisen
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